Mögliche Komplikationen
Komplikationen sind bei keinem chirurgischen Eingriff auszuschließen. Eine Brustvergrößerungsoperation ist ein chirurgischer Eingriff und dadurch mit den gleichen Allgemeinrisiken wie jeder andere medizinische Eingriff behaftet. Jedes Team bemüht sich jedoch, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Deshalb sind gründliche Untersuchungen der Patientinnen erforderlich.
Den Erfolg einer Behandlung und ihre absolute Risikofreiheit kann kein Arzt garantieren. Die allgemeinen Risiken operativer Eingriffe wie Thrombosen (Gefäßverschluss durch Gerinnsel) und Embolien (Verschleppung von Gerinnsel) sind dank der Fortschritte der Medizin aber sehr gering geworden. Wir können auch mehr als früher dagegen tun. Frühes Aufstehen mit Hilfe der Schwester, möglichst am Abend des Operationstages, unbedingt aber am nächsten Morgen, wird gefordert. Trotz gewissenhafter Blutstillung während der Operation kann sich auch nach Abschluss derselben immer noch ein Gefäß öffnen und es kann sich dadurch ein Bluterguss (Hämatom) verschieden großer Ausdehnung bilden. Er ist an einer gewissen bläulichen oder rötlichen Verfärbung der Haut zu erkennen. Meistens kann er der natürlichen Resorption (Aufsaugen durch den Körper) überlassen werden.
Diese Blutergüsse stellen keine Komplikation dar, sie können nur bei verschiedenen Menschen infolge verschieden starker Blutungsneigung unterschiedlich ausgeprägt sein.
Wundinfektionen, die zu Eiterungen und Gewebsverlust führen können, sind dank gewebeschonender, keimfreier Operationstechnik und sehr wirksamer Antibiotika sehr selten geworden.
Kann das Implantat Krebs hervorrufen?
Eine Brustvergrößerung durch Implantate kann eine Krebserkrankung weder verursachen noch verhindern. Die Angst vor Krebs, der durch eine Vergrößerungsoperation hervorgerufen werden könnte, ist unberechtigt. Seit vielen Jahren durchgeführte Korrekturen an hunderttausenden von Patientinnen in der Welt bestätigt dies. Man hat sogar nachgewiesen, dass es bei Implantatträgerinnen im Laufe des Lebens prozentual (ca. 40%) seltener zum Auftreten von Brustkrebs kommt als im Vergleich zu nicht operierten Frauen.

