Dermabrasion: die Technik
Zum Schleifen werden in erster Linie Diamant-Fräsen verwendet. Ferner stehen Karborund-Fräsen sowie Metall und Nylon-Bürsten für spezielle Indikationen und Lokalisationen zur Verfügung. Diese Zubehörteile liegen in verschiedenen Größen, den Körperregionen entsprechend adaptiert, vor. Die vorzugsweise in Vollnarkose durchzuführende hochtourige Dermabrasionen (Schleifung) großflächiger Hautbezirke stellt einen diffizilen Eingriff dar und fordert vom Operateur eine spezielle Erfahrung. Um störende Narben vorzubeugen, muss darauf verzichtet werden, über die Oberhaut-Lederhaut-Grenze hinweg zu schleifen, es sei denn, man nimmt die Narbenbildungen bewusst in Kauf, wie z. B. bei der Entfernung von Tätowierungen. Die Intensität des Schleifvorganges kann sowohl durch den Druck der Fräse auf die Haut, als auch über die Rotationsgeschwindigkeit gesteuert werden. Nach Beendigung des Eingriffes wird die geschliffene Haut mit Kochsalzlösung gereinigt und ein geschlossener Wundverband angelegt, der zunächst täglich gewechselt wird, um anschließend bis zur völligen Wundheilung für zwei bis drei Tage belassen bleibt.
Für den Therapieerfolg ist die richtige Auswahl der Schleifköpfe von großer Bedeutung.
Gesicht: Diamant- oder Karborund-Fräsen
Entfernung von Tätowierungen: Metall-Fräsen sowie Nylon- und Drahtbürsten
Eine eingehende präoperative Aufklärung des Patienten über Möglichkeiten und Grenzen der Schleifbehandlung ist erforderlich. Oft besteht insbesondere bei Akne-Patienten eine vollkommene irrealistische und übersteigerte Erwartungshaltung.
Vor allem auf die Möglichkeit
- postoperativer lang anhaltender Rötung,
- Pigmentierungsstörungen (Sonnenschutz),
- lokaler Superinfektionen (auch Herpes) und
- Narbenbildungen (Behandlung von Tätowierungen)
ist gesondert aufmerksam zu machen.

