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Faltenbehandlung: Fettunterspritzung

Bedingt durch den Alterungsprozess kommt es zum Untergang des Fettgewebes. Betroffene Regionen sind z. B. die Schläfe, die Oberlippe, die Wange, die Nasenlippenfalte und die Zornesfalte. Nicht nur der Ersatz geschwundener Strukturen sondern auch die Verstärkung vorhandener Strukturen, wie die Wangenknochen ist ein Einsatzgebiet der Fetttransplantation. Nicht nur normale Gesichtstrukturen können hiermit behandelt werden sondern auch angeborene und erworbene Veränderungen wie: bei Nasenmissbildungen, bei Verbrennungspatienten, Unregelmäßigkeiten nach Unfällen, nach Gesichtsknochenbrüchen, Korrekturen nach Lippenspalten und nicht entwickelte Gesichtsbereiche.

Die Absaugung und Wiedereinspritzung von eigenem Fettgewebe ist entstanden als Nebeneffekt der Fettabsaugung. Das oberflächliche Fettgewebe wird mittels einer groben Nadel in den Defekt hineingespritzt; sogar eine Überkorrektur wird erwartet, wonach dann eine Modellierung (mit den Fingern wird es zu Recht geformt) des Implantates folgt. Diese Prozedur wird meistens unter Lokalanästhesie vollzogen.

 

Im Gegensatz zu vielen anderen Füllmaterialien wird das eigene Fett in das subkutane Gewebe oder sogar intramuskulär injiziert. Bis heute sind keine Kontraindikationen bekannt.

Bis zu 60 % des eigenen Fettgewebes bleibt bis zu einem Jahr an der Injektionsstelle. Mehrere Wiederholungsinjektionen nach drei und sechs Monaten Intervall bessern die maximale Korrektur meistens und oft für permanent. Das beste Ergebnis erreicht man nach der zweiten bis dritten Injektion.

 

Was sind die beliebtesten Stellen:

Ringe unter den Augen , denn sie lassen einen sehr müde wirken

Zornesfalten, weil man so böse wirkt

große Lippen, man sieht gesund aus und verstärkt den Sex-Appeal

 

Tipp: Die optimale Injektionsmenge für die Ausformung kann vom Arzt bereits vor der OP herausgefunden werden. Hierzu unterspritzt der Operateur die zu verändernde Partie einfach mit Kochsalz, bis die entstehende Ausformung der Vorstellung des Patienten entspricht. Die eingespritzte Menge Kochsalz wird für die spätere Fettinjektion festgehalten.

 

Das Kochsalz wird innerhalb weniger Stunden wieder abgebaut. So kann der Patient vor dem eigentlichen Eingriff die Veränderung selber bestimmen und hilft, die exakt benötigte Injektionsmenge festzulegen. Wichtig nach der OP: In den ersten drei Tagen sind die behandelten Bereiche zur Abschwellung mit kalten Kompressen zu kühlen.

 

Nebenwirkungen:

Anschwellung ein bis zwei Wochen postoperativ, welche in manchen Fällen bis zu 2 Monaten anhalten kann.

Infektionen können auftreten, als auch sichtbare Unregelmäßigkeiten/Knoten.

Blutergüsse sind selten.

Wandern der Fettimplantate kann bei starker Mimik erfolgen (selten)

Nerven-/Gefäßverletzungen kommen heute fast nicht vor, weil nur noch stumpfe Kanülen benutzt werden.

Falls zu große Fettvolumen implantiert wurden, können sich Ölzysten bilden.

 

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