Faltenbehandlung - Kollagen
Dieses vom Rind abstammende Kollagen wurde bereits Anfang der 70er Jahre an der Universität Standford / USA entwickelt. Die heute gängigen Produkte unterscheiden sich von der Abstammung des Rindes (amerikanisch, japanisch, deutsch usw.), von der Konzentration (3,5% - 6,5%) und von der Zusammensetzung (falls die Kollagen untereinander quer vernetzt sind, halten sie länger).
Wo kann Kollagen eingesetzt werden?
Feine und tiefere Fältchen und Falten, sowie Narben, v.a. im Gesichtsbereich.
Speziell bei: einzeln stehenden oder vielen weichen, eingesunkenen Narben, z.B. Aknenarben, nach einer Verletzung, Operation oder nach Kinderinfektionskrankheiten wie Windpocken.
Untergang von Hautgewebe, z.B. nach Kortisonunterspritzungen.
Falten und Furchen aufgrund des Alterungsprozesses der Haut, z.B. Zornes-, Nasenlippenfalten.
Was muss beachtet werden? Zunächst sollte eine Testung der Verträglichkeit an der Unterarminnenseite und Beobachtung der Testreaktion über 4 Wochen durchgeführt werden. Nach Angaben der Literatur reagieren 1-2% der Menschen allergisch. Ist die Testreaktion negativ, wird die therapeutische Applikation streng intrakutan in die tiefen Bereiche der Lederhaut durchgeführt. Eine anfängliche Überkorrektur bildet sich wieder zurück. Wie lange die Korrektur anhält, ist individuell unterschiedlich, in der Regel muss die Behandlung nach mehreren Monaten wiederholt werden.
Komplikationen:
Insgesamt selten; Rötung am ersten Tag, allergische Reaktionen; vorübergehende, Schwellungen und Verhärtungen des Gewebes noch Monate nach Applikation möglich (häufig nach Sonnenbestrahlung, Alkoholgenuss), Hautgewebsuntergang falls der Patient eine zu schlechte Durchblutung hat (Raucher) und zusätzlich zuviel und zu oberflächlich gespritzt wurde.
Prognose:
Der Behandlungserfolg hält meistens zwischen vier Wochen bis zwölf Monaten an. Die Haltbarkeit hängt von der Größe und den Durchmesser des Implantates sowie von der Lokalisation ab. Denn unter ständig bewegten Gesichtfalten ist die Auflösung sehr viel schneller als in der kaum bewegten Bauchhaut (falls eine Narbe kaschiert werden soll).
Wegen der Gefahr einer Allergie auf Kollagen-Produkte oder das Betäubungsmittel muss unbedingt der behandelnde Arzt einen Hauttest vor der Therapie durchführen. Bei unklaren Reaktionen sollte ein zweiter Test folgen, bevor die eigentliche Defektfühlung durchgeführt wird.
Kontraindikationen:
Autoimmunerkrankungen

