Materialien für die Faltenbehandlung
Sprechen wir von Materialien für die Faltenbehandlung, so geht es meist um Füllmaterialien. Idealer Weise ist das Füllmaterial biokompatibel (vom Körper darf es nicht abgestoßen werden), hat kein allergenes Potential, hat gutes Langzeit-Potenzial und darf keinen Krebs erzeugen, besitzt natürliches Aussehen und hat keine Nebenwirkungen. Außerdem sollte es elastische Fasern im Bindegewebe stimulieren, für den Patienten keinen Arbeitsausfall bedeuten und außerdem noch kosteneffektiv sein.
Leider gibt es das „ideale Material“ noch nicht, aber dafür sehr viele gute Alternativen.
Vor allem unterscheiden sich die zur Verfügung stehenden Materialien durch den mit ihnen zu erzielenden Auffülleffekt, sowie die Langzeit- und Nebenwirkungen.
Es gibt drei zu erwähnende Richtungen: biologische Produkte (menschlicher oder tierischer Abstammung), künstliche Produkte und Eigengewebe (das nach der Entnahme sofort oder nach spezieller Verarbeitung einige Wochen später implantiert wird).
Biologische Implantate: Hyaluronsäure, Kollagen, Milchsäure, Gelantine (Fibrel®), Präparat aus menschlichem Kollagen (AlloDerm®)(Cymetra®)(Fascian®), Zucker (Dextran), und Kombinationen
Künstliche Produkte: Bereits seit 1900 wurden Stoffe benutzt wie: Silber, Gold, Paraffin, Schaumstoff, sehr dünne Drähte, Hartgummi, Seide, Elfenbein, Silikon (flüssig, ölig, gelartig, schaumstoffartig und fest), Acrylate (Artecoll oder die meisten Leser kennen das weit verbreitete Plexiglas) Polytetrafluoroethylen (Teflon, Gore-Tex, Proplast).
Bis heute werden lediglich die drei letztgenannten in vielen Bereichen zufrieden stellend gebraucht. Zwar haben synthetische Füllmaterialien ein gutes Langzeitergebnis (hält für die Ewigkeit), doch beinhalten sie auch ein höheres Risiko einer äußerst schwer zu therapierenden und entzündlichen Abstoßungsreaktion.
Eigengewebe: Neu: Eigenblutgel mit Vitamin C, Eigenbindegewebefettstreifen, Eigenfett, Eigenbindegewebe (Coriumtransplantate), Eigenbindegewebszellen (Fibroblasten).Nach der Implantation von biologischen und eigenen Materialien sind die Resultate zeitlich begrenzt. Oft halten sie nur bis zu sechs Monaten und müssen – falls gewünscht – implantiert oder nachgespritzt werden. Dann halten die folgenden Injektionen bei manchen Patienten für mehrere Jahre.

