Das Fettabsaugen und die Betäubung
Nach der Betäubung des Gewebes wird bei der Fettabsaugung in Tumeszenz-Lokalanästhesie eine lange, stumpfe "Nadel" in das Unterhautfettgewebe eingeführt. Die hierfür angelegten Hautschnitte sind nur ca. 5-10 mm lang und bereits nach wenigen Wochen in den meisten Fällen kaum noch sichtbar. Reichlich Fettgewebe kann so trotz weniger kleiner Hautschnitte dauerhaft entfernt werden. Eine Neubildung der einmal abgesaugten Fettzellen wird ausgeschlossen. Außerdem besteht nur eine geringe Gefahr, dass bei dieser Methode der Fettabsaugung Nerven oder größere Blutgefäße verletzt werden.
Die örtliche Betäubung
Bei der Fettabsaugung in Tumeszenz-Lokalanästhesie (tumescere, lat.: aufblasen) werden - direkt in das Unterhautfettgewebe - große Mengen einer verdünnten Lokalanästhesie-Lösung gespritzt. Gegebenenfalls wird der Lösung Cortison beigemischt, um einer entzündlichen Reaktion des Gewebes und nachfolgenden Schmerzen vorzubeugen. Darüber hinaus enthält die Lösung das Blutgefäße verengende Epinephrin und Bikarbonat, das schmerzfreies Infiltrieren der Lösung im Körper ermöglicht.
Durch die Tumeszenz-Lokalanästhesie wird die Schwellung nach und das Ausmaß der Blutung während des Eingriffs enorm vermindert, weshalb die meisten Patienten bereits nach ein bis zwei Tagen wieder zur Arbeit gehen und Sport treiben können. Eine gewisse Besserung der Körperform lässt sich bei ca. 90% der Patienten schon direkt nach dem Eingriff beobachten. Bis sämtliche Schwellungen und Blutergüsse zurückgegangen sind, dauert in der Regel allerdings zwei bis vier Wochen. Beurteilt werden kann das postoperative Ergebnis der Fettabsaugung mit Betäubung auch erst nach drei bis vier Monaten. In einigen Fällen auch erst nach sechs und mehr Monaten.

