Gibt es Risiken und Nebenwirkungen?
Solche Behandlungen wurden seit der Einführung dieser Technologie 2006 weltweit bereits einige tausend Male durchgeführt. Die allermeisten der behandelten Patienten waren dabei zufrieden und hatten keine nennenswerten Nebenwirkungen.
Kein ärztlicher Eingriff ist aber garantiert völlig frei von Risiken.
Gelegentlich können durch die Behandlung Pigmentverschiebungen (helle oder dunkle Flecken auf der Haut) entstehen, die erst nach Wochen bis Monaten wieder verschwinden. Nur in sehr seltenen Fällen bilden sich diese Pigmentflecke nicht vollständig zurück und bleiben deutlich sichtbar. Diese Risiken bestehen vor allem dann, wenn Sie vor und nach der Behandlung eine Sonnenbestrahlung der behandelten Areale nicht streng vermeiden.
Aus diesem Grunde sollten Sie vier Wochen vor bis vier Wochen nach einer Behandlung die betreffenden Stellen nicht direkt der Sonne aussetzen und kein Solarium besuchen. Wenn eine Sonnenbestrahlung nicht zu vermeiden ist, sollten Sie mehrfach täglich ein Sonnenschutzpräparat mit einem Schutzfaktor von mindestens 50 für die behandelten Areale verwenden.
Abhängig von der Stärke der Lasereinstellung kann es zu kleinsten oberflächlichen Verletzungen und punktförmigen winzigen Blutungen kommen. Eine Ausbildung von Krusten oder Blasen ist deutlich seltener. In solchen Fällen sollten Sie für einige Tage eine antibakterielle Wundsalbe (z.B. Cicaplast) verwenden. Wenn Krusten länger als 7 Tage bestehen, so müssen Sie mir diese Veränderungen zeigen, da dies eine oberflächliche Hautinfektion entsprechen könnte.
Solche Infektionen können in aller Regel mit einer Crème behandelt werden und erfordern nur in Ausnahmefällen die Gabe von antibakteriell wirksamen Medikamenten (Antibiotika).
Selten kann durch die Behandlung ein Lippenherpes oder eine Gürtelrose des Gesichts ausgelöst werden, wenn sie das betreffende Virus in sich tragen, da diese im Körper ruhenden Viren durch die Behandlung aktiviert werden könnten. Bitte teilen Sie uns daher mit, wenn sie an wiederkehrenden Fieberbläschen (Herpes) leiden, vor allem dann, wenn das bei Ihnen betroffen Areal behandelt werden soll, damit allenfalls entsprechende Medikamente zum Schutz vor einem Herpesrezidiv schon im Vorfeld eingesetzt werden können.
Selten kann es zu einer Entwicklung sehr oberflächlich gelegener Narben kommen, die hell durch die Oberhaut hindurch scheinen und wie ein Pigmentmangel aussehen können. Extrem selten können sich durch die Behandlung dicke, wulstige, verfärbte, schmerzhafte und/oder juckende Narben (Narbenwucherung, Keloid) oder auch narbige Hauteinziehungen entwickeln, wenn Sie dafür eine entsprechende Veranlagung aufweisen.
Durch eine rechtzeitige Behandlung solcher Narben lässt sich in der Regel eine erhebliche Linderung erreichen. Bitte teilen Sie mir vor der Behandlung mit, wenn bei Ihnen eine Neigung zur überschießenden Narbenbildung bekannt ist.
Bei der Behandlung der Unterlider kann es äußerst selten durch eine zu starke Schrumpfung der Haut zum Abstehen des Unterlides (Ektropium) kommen, welches zu einer Reizung des betreffenden Auges und zu einem vermehrten Tränenfluss führt. Ein solches Ektropium bildet sich zumeist innerhalb weniger Wochen von selbst zurück. Nur in wenigen Ausnahmefällen ist eine operative Korrektur notwendig.
Während fast alle Patienten mit den Resultaten sehr zufrieden sind, gibt es einige wenige Menschen, die nicht auf diese Behandlung ansprechen. In solchen Fällen wird man versuchen, die Behandlung zu verstärken, mit anderen Verfahren zu kombinieren oder andere Behandlungsmöglichkeiten auswählen.

