Allgemeines über Krampfadern
Krampfadern (Varizen) treten häufig bereits bei jüngeren Menschen auf. Zunächst fällt die Erweiterung der oberflächlichen Beinvenen auf. Im Laufe von Monaten oder Jahren kann es zu Hautveränderungen mit dunklen Hautverfärbungen (Pigmentierungen), zu Venenentzündungen und schließlich zu schlecht- heilenden Unterschenkelgeschwüren kommen. In den Krampfadern sammelt sich eine große Menge von Blut, wodurch es zu einer Verlangsamung des zum Herz zurückfließenden Blutstromes kommen kann. Es wird dadurch die Entstehung von Thrombosen (Blutgerinnsel) und Embolien (Verstopfung eines Blutgefäßes durch ein verschlepptes Blutgerinnsel) begünstigt.
Bei oberflächlichen Krampfadern, den sogenannten Besenreiser- oder retikulären (netzförmigen) Krampfadern stehen diese Risiken nicht im Vordergrund. Der häufig störende Anblick (die „Ästhetik“) stellt hier den Antrieb zur Behandlung dar.
Die Varicosis (Krampfadern) stört nicht nur kosmetisch. Sie verursacht durch Stauungsbeschwerden Müdigkeit, Wadenkrämpfe, Hautveränderungen und wiederholt Venenentzündungen bis zur Entwicklung eines Geschwürs am Unterschenkel (venöses Ulcus).
Dieses Geschwür kann immer wieder aufbrechen und an Größe zunehmen, so dass eines Tages nicht mehr erfolgreich behandelt werden kann.
Im Anfangsstadium der Venenerkrankung kann versucht werden, die Venen zu veröden. Diese Verödung (Sklerosierung) ist jedoch nur bei kleinen oder kleinsten Venen ("Besenreiser") erfolgreich, bei voll ausgebildeten Krampfadern ist ein dauernder Erfolg kaum zu erwarten. Das gleiche gilt bei ausgeprägter Varicosis für Behandlungsmaßnahmen, wie das Tragen eines Gummistrumpfes und die Gabe von Medikamenten.
Zur Operation können wir aber nur raten, wenn das tiefe Venesystem intakt ist. Dazu Bedarf es eingehender Untersuchungen, z. B. Plethysmografie, der sonographischen (Duplex) oder röntgenologischen (Phlebographie) Darstellung des Venesystems.
Unser Blut versorgt Zellen, Muskeln und Organen über die Arterien mit Nährstoffen. Über die Venen wird das mit Abfallstoffen beladene Blut zum Herzen und zu den Entgiftungsstationen im Körper geleitet. Nur wenn dieser Kreislauf ausreichend funktioniert, kann der Mensch leben und gesund bleiben.
Beim Sitzen, Stehen und Gehen muss das Blut in den Bein-Venen "bergauf" fließen. Dieses Transportproblem wird von gesunden Venen mit Unterstützung der Wadenmuskulatur spielend bewältigt. Bei kranken Venen kommt es jedoch zur Stauung in den Beinen.
Die Stauung bewirkt:
- Entstehung von Krampfadern
- Beinschwellungen, Ödeme
- Beingeschwüre, offene Beine
- Thrombosegefahr

