Lidstraffung - die Operation
Für die Operation bei der Lidstraffung verlaufen die Schnitte möglichst in den Hautfalten. Anschließend werden die Wundränder mit feinsten Nähten vereinigt. Die „Krähenfüße“ und der Hautüberschuss an den Unterlidern können mittels „Laser-Peeling“ (Laser skin resurfacing) oder auch Mikrodermabrasion nach der Operation langfristig gestrafft werden. Wiederhergestellt werden kann die ursprüngliche Haut-Elastizität jedoch nicht. Liegt eine Fehlstellung mit Erschlaffung (Schwäche) des Unterlides vor, kann nach dem Laser Skin Resurfacing vorrübergehend ein Ektopium um die Augen herum entstehen. Im Extremfall kann auch ein permanentes Ektropium zurückbleiben. Beim Ektropium handelt es sich um anhaltende teilweise Auswärtswendung der Bindehaut eines Augenlids mit Tränenträufeln und einer Schleimhautentzündung.
Durch eine zusätzliche Operation (Kanthopexie/Lidwinkelfixierung) während des Eingriffs oder zu einem späteren Zeitpunkt kann diese unerwünsche Komplikation korrigiert werden.
Manchmal ist das Anheben der Augenbrauen in der selben Operation notwendig. Gegebenenfalls kann diese Korrektur aber in einer vorangehenden Operation durchgeführt werden.
Nach der Operation der Lidstraffung
empfiehlt sich die Verwendung von kühlenden Auflagen.
In den ersten Tagen vermeiden Sie bitte körperliche Anstrengung und sparen beim Waschen die Augenlider aus.
Beunruhigen Sie sich nicht.
- wenn ein Bluterguss auftritt und die Lider, unter Umständen auch ungleichmäßig, anschwellen.
- wenn Sie innerhalb der ersten 3 – 4 Tage die Lider nicht vollständig schließen können.
- wenn die Unterlidkante und der äußere Lidwinkel dem Augapfel nicht vollständig anliegen.
Innerhalb weniger Tage klingen in aller Regel diese Erscheinungen ab.
Nach ca. sechs Tagen werden die Nähte entfernt, wobei auffallende Narben selten sind.
Narkose
Üblich sind normalerweise eine örtliche Betäubung und zusätzliche intavenöse Sedation. Zusätzliche Vollnarkose solllte besser bei ausgedehnten Operationen durchgeführt werden. Über die möglichen Komplikationen dieser Narkoseformen, wie allergische und toxische Reaktion gegenüber dem Betäubungsmittel (z.B. Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen) sollten Sie von Ihrem Arzt informiert werden.
Mögliche Komplikationen
Kein Arzt kann absolute Risikofreiheit und den Erfolg seiner Behandlung garantieren. Allgemeine Gefahren eines operativen Eingriffs, wie zum Beispiel Nachblutung, Infektion, Wundheilungsstörung, Verletzungen von oberflächlichen Gefäß- und Nervenästen, Pigmentstörungen, Augeninnendruckerhöhung, Lidrandfehlstellung, Überempfindlichkeitsreaktionen, auffällige Narbenbildung oder Verletzungen der Hornhaut sind dank der Fortschritte der Medizin viel seltener geworden. Bei diesem Eingriff sind sie selten zu erwarten.
Infolge einer individuell variierenden Wundheilung besteht die Möglichkeit einer leichten Asymmetrie der Narbenbildung. Oft ist es sehr schwierig, den Hautüberschuss genau zu bestimmen. Wird zu viel Gewebe abgetragen, kann es, ebenso wie durch Narbenzug, dazu kommen, dass die Oberlider nicht mehr schließen. Eine Korrekturoperation ist dann erforderlich. Trotz aller Sorgfalt kann in sehr seltenen Fällen der Lidheber verletzt werden. Auch dann ist eine Korrekturoperation möglich.
Selten tritt eine Trockenheit der Augen auf, die es erforderlich macht, das Auge mit Tropfen zu befeuchten. Größere Nachblutungen sind selten, kleinere Blutergüsse bilden sich in 1 – 2 Wochen zurück. Blutungen in die Augenhöhle oder Verschlüsse zentraler Augen- und Sehnervengefäße durch Injektionen sowie Infektionen und Medikamentenwirkungen können zu Sehstörungen bis hin zum Sehverlust führen. Solche schwerwiegenden Komplikationen sind aber so extrem selten, dass wir dafür nicht einmal Zahlen angeben können.
Bei einer Veranlagung zu Narbenbildung, wie dies häufiger bei rothaarigen und rotwangigen Patienten der Fall ist, sowie bei älteren Patienten und Rauchern, müssten sie mit einer derben Narbenplatte im Unterlid rechnen, die eine leichte Schwellung des Unterlides bewirkt und oft drei bis vier Monate zu tasten ist. Sie können den Vorgang der Narbenresorption durch kräftigen Druck etwas beschleunigen.

