Melanom - Operation, Zusatzmaßnahmen
Wie wird der Eingriff durchgeführt?
Die Operation ist die Standardbehandlung des malignen Melanoms. Wenn das Melanom frühzeitig erkannt und operiert wird, sind die Heilungsaussichten sehr günstig. Je nach Befund erfolgt der vorgesehene Eingriff in örtlicher Betäubung oder in Allgemeinnarkose. Über die Einzelheiten und Risiken des Betäubungsverfahrens werden Sie gesondert aufgeklärt. Das Melanom wird „im Gesunden“ herausgenommen. Das heißt, rund um den Tumor wird ein Sicherheitsabstand eingehalten. Die Größe dieses Sicherheitsabstandes hängt von der Tiefenausdehnung des Melanoms ab. Durch das Operationsfeld laufende Blutgefässe und Nerven oder andere Strukturen werden mit entfernt. Bei Melanomen an Fingern oder Zehen kann es eventuell erforderlich werden, Finger oder Zehe zu amputieren. Um den entstehenden Hautdefekt zu decken, kommen verschiedene Behandlungsarten in Frage, wie z.B. ein direkter Wundverschluss, eine Hautverpflanzung oder eine Hautverschiebung (Lappenplastik). Je nach Ausmaß und Lage des Defektes wird der Arzt die günstigste Möglichkeit auswählen und mit Ihnen darüber sprechen.
Können Zusatzmaßnahmen erforderlich werden?
Abhängig von der Art und Ausdehnung des Melanoms können zusätzliche Maßnahmen erforderlich werden:
- Erweiterung der geplanten Maßnahme
- Unter Umständen ergibt es sich während der Operation, dass der geplante Eingriff ausgedehnt werden muss. Für eine derartige, unvorhersehbare Erweiterung der Operation bitten wir Sie bereits jetzt um Ihr Einverständnis. Sonst müssten wir den Eingriff abbrechen, um erneut mit Ihnen zu sprechen. Dadurch würde sich die Behandlung verzögern, die Risiken würden steigen.
- Lymphknoten-Ausräumung
- In der Umgebung des Melanoms können sich in den Lymphknoten kleine Tochtergeschwülste bilden. Wenn diese Gefahr besteht, werden die Lymphknoten und das umgebende Fettgewebe ausgeräumt. Darüber werden Sie gesondert aufgeklärt.
- Weitere Behandlungsmaßnahmen
- Das entnommene Gewebe wird eingehend mikroskopisch untersucht. Nach dem Ergebnis richtet sich eine evtl. notwendige Weiterbehandlung (z.B. Nachresektion, hypertherme Perfusion).

