Myopie (Kurzsichtigkeit)
Bei der Myopie treffen sich parallel einfallende Lichtstrahlen am akkomodationslosen, ruhenden Auge vor der Netzhaut.
Im Gegensatz zur Hyperopie kann der Betroffene bei der Myopie seinen Sehfehler nicht durch Akkomodation verbessern. Theoretisch sinkt die maximale Sehschärfe (Visus) mit jeder Dioptrie unkorrigierter Kurzsichtigkeit um das 4fache. Beispiel: Ein Straßenschild, das ein Normalsichtiger auf 40m Entfernung liest, kann bei einer Myopie vom 2 dpt. erst auf 5m Entfernung gelesen werden. In der Praxis ist die Sehschärfe meist etwas besser, da das Gehirn das unscharfe Bild durch einige Tricks "aufpeppen" kann. Trotzdem ist ein Patient mit einer unkorrigierten Myopie von mehr als 0,75 dpt. nur sehr bedingt straßenverkehrstauglich. Die Korrektur erfolgt mit negativ brechenden Gläsern oder Linsen, die als Nebenwirkung eine leichte Bildverkleinerung und Weitwinkelwirkung haben.
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