Schweißdrüsenabsaugung - Wie läuft die Operation ab?
Die minmal-invasive Operation der Schweißdrüsenabsaugung wird in sogenannter Tumeszenz-Lokalanästhesie durchgeführt. Sie ist daher eine ambulante Operation. Wegen des geringen Durchmessers der Kanülen von nur ca. 3mm, werden als Zugang zum Operationsgebiet nur kleine Schnitte ober- und unterhalb der Achselhöhle benötigt.
Nach Aufweichung des Gewebes mittels Tumeszenzlösung werden die Schweißdrüsen schließlich abgesaugt. Die kleinen operativen Zugänge werden mit Klammer-Pflastern verschlossen. Zusätzlich wird ein Druckverband angelegt. Nach wenigen Tagen bildet sich die post-operative Schwellung zurück. Als Infektionsvorbeugung muss über ungefähr drei Tage ein Antibiotikum eingenommen werden.
Die Patientinnen und Patienten können meist direkt nach dem Eingriff wieder am Alltagsleben teilnehmen. Uns sind auch Patienten bekannt, die vom Krankenhaus aus direkt wieder zur Arbeit gingen. Es ist jedoch empfehlenswert, nach der Operation wenigstens ein oder zwei Tage frei zu nehmen. Auch um eventuell erforderliche Kontroll-Untersuchungen durchführen zu können. Prinzipiell ist die Achselhöhle direkt nach der Operation quasi trocken, denn die Schweißdrüsen sind dann ja bereits abgesaugt und können sich nicht mehr erneuern.
An anderen Körperstellen kommt es auch nicht zu einer kompensatorischen Schweißübersekretion. Regenerieren kann sich lediglich die nervale Versorgung noch verbliebenener Schweißdrüsen, was im Laufe der Zeit wieder zu einer leichten Schweißdrüsensekretion kommen kann. Diese fällt dann aber nur sehr geringgradig aus. Das Fehlen der axillären Schweißdrüsen stellt kein Problem für den Körper dar, da diese nur einen Teil der vom Körper vollzogenen Schweißdrüsentätigkeit ausmachen. Die Kosten belaufen sich auf 1336,80 Euro.
Anwendbar ist diese Operationsmethode bisher nur im Bereich der Achselhöhle, im Bereich der Kopfhaut, Stirn oder Füße nicht. Diese neue Form der Suctionskürretage ist im Vergleich zu bisherigen Therapiemöglichkeiten axillärer Hyperhidrose extrem vorteilhaft. Die Vorteile sind auch im Vergleich zur radikalen Exzision sehr deutlich, bei der die Achselhaut komplett herausgeschnitten wird und wobei eine große Narbe nach der Operation zurückbleibt
Auch möglich und ebenfalls von uns durchgeführt, ist die Therapie mit Botulinumtoxin, deren Wirkung allerdings nur ca. maximal acht Monate anhält, so dass eine Wiederholung der Behandlung nötig ist.
Die Gesamtkosten sind auf weite Sicht aber deutlich höher - allein schon durch das Erfordernis der Wiederholung. Wenn weiteres Interesse an der neuen Therapieform für die Behandlung axillärer Hyperhidrose besteht, erfragen Sie bitte weitere Informationen über die Schweißdrüsenabsaugung zum Beispiel in der ästhetischen Abteilung der Haranni-Clinic.

